Berichte Skaterhockey April 2009

Spielbericht: SSK Kerpen Barracudas - Commanders Velbert
Vorbericht: SV Winnenden - SSK Kerpen Barracudas Spielbericht: SV Winnenden - SSK Kerpen Barracudas


Barracudas melden sich zurück
Dank einer soliden Leistung gegen Velbert siegt Kerpen mit 7:5

Die Kerpen Barracudas warren gegen die Commanders Velbert auf Wiedergutmachung aus. Denn gegen den SV Winnenden kassierte der SSK drei Wochen zuvor eine unnötige Niederlage. Beide Teams konnten auf annährend komplette Kader zurückgreifen. Bei Kerpen fehlten lediglich Thomas Reinhart, Sandro Kerrutt und Mattias Olejarz aufgrund ihres Trainingsrückstands. Die Commanders mussten auf Christopher Pickhardt verzichten. Zwischen den Pfosten stand für Kerpen Basti Giesen und für Velbert der Rückkehrer Oliver Winter.

Entsprechend ihrer Situation spielten die Barracudas sehr engagiert. Der SSK hatte die Kontrolle über das Spielgeschehen und ging verdient in der vierten Minute durch Jan Körfgen in Führung. Knapp vier Minuten später gab es die erste Überzahl für die Hausherren. Die Folge war das astrein heraus gespielte 2:0 durch Pascal Fontes nach Vorlage von Jens Schipplock. Danach war der SSK weiter die Spiel bestimmende Mannschaft. Die Hausherren machten mehr Druck und hatten die besseren Chancen. Trotzdem waren auch die Commanders nicht ungefährlich. Speziell gegen Mitte des ersten Drittels konnte sich Basti Giesen einige Male auszeichnen. Aber bereits die zweite Überzahl für die Kolpingstädter bedeutete das 3:0. Erneut spielte die Powerplayformation des SSK das Tor von Mirko Bundt durch einen verzögerten Querpass von Felix Seybold hervorragend heraus. Damit gingen die Barracudas mit einer souveränen Führung in die Drittelpause.

Allerdings ließ es der SSK zu Beginn des zweiten Abschnitts an Souveränität vermissen. Dies endete in einem Doppelschlag der Gäste in der 26. und 27. Minute. Durch Tore von Thomas Müller und Tristan Winkelsen kamen die Commanders bis auf 3:2 heran. Die Antwort der Kerpener folgte wieder im Powerplay. In der 29. Minute machte Fontes mit seinem zweiten Treffer das 4:2. Wieder nur eine Minute später die Antwort der Gäste. Phillip Löwer nutzte einen Patzer im Aufbau der Barracudas zum 4:3. In den folgenden Minuten sahen die Zuschauer die schwächste Phase des SSK an diesem Tag. So kam Velbert in der 33. Minute zum 4:4 Ausgleich. Damit schienen die Barracudas endlich wachgerüttelt zu sein. Denn nun zeigten die Hausherren wieder Selbstvertrauen und gutes Hockey. In der 35. Minute machte Seybold das 5:4. Wobei dieses Tor zum Großteil Thomas Schmalen gehörte, weil er zwei Commander stehen ließ und Seybold mit einem mustergültigen Querpass vor das leere Tor brachte. Die entscheidenden Tore zum 6:4 und 7:4 zeigten den puren Willen bei den Barracudas. Marc Keller und Thomas Schmalen schafften beide Treffer im Nachsetzen.

Im letzten Drittel kämpfte Kerpen das Spiel dann über die Zeit. Speziell, weil sich der SSK durch zahlreiche Strafzeiten selber in Gefahr brachte, konnte man kaum noch Akzente nach vorne setzen. Aber ein hervorragender Basti Giesen und die starke Unterzahl ließen nur einen weiteren Treffer der Gäste zu. In der 45. Minute vollendete Thomas Schlüter die schönste Kombination der Commanders zum 7:5 Endstand. In den letzten 15 Minuten sollten keine Tore mehr fallen und so feierten die Barracudas ihren zweiten Saisonsieg.

 

 

Kerpen enttäuscht in Winnenden
Zehn starke Minuten reichen nicht gegen stark kämpfende Starfighter

Am Samstag bestritten die Kerpen Barracudas ihr erstes Auswärtsspiel der Saison 2009.Dabei musste Coach Veit Szpak auf vier Spieler verzichten. Neben den verletzten Thomas Reinhart und Thomas Schmalen fehlten Alex Mertens (gesperrt) und Sandro Kerrutt wegen Trainingsrückstand. Dafür erhielt Mattias Olejarz nach langer Verletzungspause eine Chance, sich für weitere Aufgaben zu empfehlen. Damit konnte Kerpen drei Blöcke ins Spiel schicken. Im Tor erhielt Marco Schmidt den Vorzug vor Basti Giesen.

Die Starfighter konnten auf einen größeren Kader zurückgreifen als bei ihrer 1:13 Heimpleite gegen Atting. Elf Feldspieler und einen Torhüter konnte Winnenden aufbieten. Es versprach also ein weitaus spannenderes Spiel zu werden als noch gegen die Wölfe. Denn eigentlich gelten die Starfighter als heimstark. 2008 gab es durchgängig knappe Ergebnisse. Selbst gegen die späteren Aufsteiger aus Spaichingen und Freiburg.

Kerpen begann kontrolliert und druckvoll. Dementsprechend wurden die Hausherren zu Fehlern gezwungen. So auch beim 1:0 für Kerpen als Andre Berens einen Pass des SVW abfängt und direkt ins Tor lenkt. Danach Winnenden mit einer kurzen Druckphase. Doch ein starker Marco Schmidt verhindert Schlimmeres. Es entwickelte sich ein schnelles Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Mit leichtem Feldvorteil für die Barracudas. Aber bis zur Pause sollte kein Tor mehr fallen.

Im zweiten Drittel kam Kerpen zu passiv aus der der Kabine. Winnenden hingegen kämpferisch. Das zahlte sich aus. Bereits nach 52 Sekunden fällt der Ausgleich durch Tobias Weiß. Nur zwei Minuten später fälscht Martin Schöpfer einen Schuss von Wayne D. Kern ab und es steht 2:1 für Winnenden. In der 29. Minute versuchte Kerpen über den Kampf zurück ins Spiel zu kommen und landete prompt auf der Strafbank. Doch in Unterzahl schafft Christian Miltz nach Querpass von Rafael Rutkowski den 2:2 Ausgleich. Allerdings fand Kerpen nicht mehr zurück ins Spiel. Die Starfighter kämpften die Barracudas regelrecht nieder. Dazu kam eine eklatante Chancenverwertung. Dementsprechend ging die Partie mit 2:2 in die Drittelpause.

Im letzten Drittel dann die erste Überzahl für den SSK. Aber erneut erzielte das Team in Unterzahl den Treffer. Kern nutzte die Arbeitsverweigerung der Kerpener Überzahlformation zum 3:2. In der 46. Minute kam die Antwort der Barracudas. Jan Körfgen mit dem Ausgleich durch eine schöne Einzelleistung. Allerdings sollte heute nicht individuelle Klasse entscheiden, sondern mannschaftliche Geschlossenheit. So kam Winnenden in der 52. Minute bei Überzahl zur verdienten Führung durch einen Schlagschuss von Kapitän Andreas Potisk. Kerpen weiter bemüht, aber glücklos. Dem SVW boten sich Räume zum Kontern und so kam es in der 55. Minute zur Entscheidung. Tobias Weiß nutzte einen Abpraller zum 5:3 Endstand.

Eine unnötige Niederlage für den SSK. Allerdings keineswegs unverdient. Winnenden war an diesem Tag kämpferisch und taktisch stärker. Den Barracudas bleibt die Erkenntnis, dass man immer 100 Prozent geben muss, um in dieser Liga erfolgreich zu sein.

 

 

Barracudas zu Gast bei den Starfighters
In ihrem zweiten Saisonspiel gastieren die Kerpen Barracudas beim SV Winnenden

Am Samstag treten die Kerpen Barracudas ihre erste Auswärtstour der Saison 2009 an. Um 16.00 Uhr messen sich die Kolpingstädter mit den Starfighter aus Winnenden im Raum Stuttgart. Die Truppe aus dem Schwabenland war 2008 eigentlich aus der zweiten Bundesliga abgestiegen. Doch aufgrund des Verzichts aller Aufstiegskandidaten aus dem Süden bekommen die Starfighter eine zweite Chance, sich in einer Bundesliga zu behaupten.

Allerdings ist der Saisonstart für den SVW ordentlich missglückt. Gegen den IHC Atting gab es eine 1:13 Klatsche. Zu erklären ist diese Packung auch dadurch, dass Winnenden noch nicht in Topbesetzung aufgelaufen ist. Außerdem zeigten die Wölfe aus Atting bereits bei ihrer 5:7 Niederlage in Heilbronn eine starke Form. Trotzdem zeigt eine Heimniederlage in dieser Höhe, dass die Starfighter keine leichte Saison vor sich haben.

Kein Wunder, weil mit Florian Sterk und Robert Sutanto zwei weitere wichtige Spieler fehlen. Die Neuzugänge aus dem Inlinehockey konnten bisher auch noch nicht ins Geschehen mit eingreifen. Daher ist nicht klar, ob sie eine adäquate Verstärkung darstellen.

Vergangene Saison konnten die Barracudas beide Partien gegen Winnenden gewinnen. In Kerpen gab es ein deutliches 10:3 und auch bei seinem Gastspiel fuhr der SSK ein sicheres 7:3 ein. Damit befindet sich der SSK in der Favoritenrolle. Aber Vorsicht ist geboten. Nach der blamablen Vorstellung zum Saisonauftakt werden die Starfighter um Wiedergutmachung bemüht sein. Dementsprechend hoch wird die Motivation bei den Schwaben sein.

Weiterhin ist die personelle Situation bei den Barracudas auch nicht optimal. Neben den verletzten Thomas Reinhart und Thomas Schmalen wird Alex Mertens gesperrt fehlen. Auch Sandro Kerrutt wird, weil er erst kürzlich ins Training eingestiegen ist, wohl noch nicht mit von der Partie sein. Somit bietet sich für die jungen Spieler eine Gelegenheit, sich im Team zu etablieren.

Trotz der Ausfälle sind zwei Punkte gegen die Starfighter Pflicht, wenn man schon früh mit den unteren Regionen der Tabelle nichts zu tun haben will.