Berichte Skaterhockey Mai 2009
Überraschung um vier Minuten verfehlt
Die Kerpen Barracudas müssen weiter auf ein Erfolgserlebnis warten. Auch gegen Erstligaabsteiger Heilbronn Dragons verlor das Team von Ersatz-Coach Erik Sauer. Nach 60 Minuten endete das Spiel 6: 4 für Heilbronn. Dabei hatten die Kolpingstädter über weite Strecken des Spiels in Front gelegen, bis Mitte des dritten Drittels führten die Barracudas mit 4:2. Dementsprechend enttäuscht blickten die Spieler des SSK nach dem Schlusspfiff drein. Das Team hatte den Erstligaabsteiger am Rande einer Niederlage, wer hätte das gedacht. Doch Unkonzentriertheiten in den letzten Minuten brachte die Kolpingstädter um den verdienten Lohn.
"Wir suchen heute unser Heil im Angriff und nicht in der Verteidigung", so lautete die Marschroute von Ersatzcoach Erik Sauer vor dem Spiel gegen Heilbronn. Anders als in den letzten Partien wollte Kerpen nicht erst einmal abwarten, sondern direkt den Gegner unter Druck setzen und somit zu Fehler zwingen. Gegen anfänglich harmlose Heilbronner schien dies auch die richtige Taktik zu sein. Kerpen gelang es, den Spielaufbau der Dragons zu stören und erspielte sich die eine oder andere Chance. Zum Ende des ersten Drittel kam Heilbronn aber besser ins Spiel. Immer öfter tauchten sie nun vor dem Gehäuse von Marco Schmidt auf. Doch in seinem letzten Spiel für Kerpen spielte Schmidt stark auf und entschärfte alle Bälle. So kam es zu einer Seltenheit im Skaterhockey: Nach 20 Minuten verabschiedeten sich beide Mannschaften mit einem 0:0 in die Kabinen.
Im zweiten Drittel machten die Kerpener da weiter, wo sie im ersten Drittel aufgehört hatten. Durch frühes Stören zwang man die Dragons zu Fehler. Nach 1 Minute und 27 Sekunden im zweiten Drittel zahlte sich diese Taktik zum ersten Mal aus. Seybold setzte sich gegen seinen Gegenspieler durch, passte zu Miltz, der scheiterte zwar noch am Goalie, konnte aber noch mal ablegen auf Seybold und der versenkte zum lang ersehnten Führungstreffer. Doch ähnlich wie bei der Niederlage gegen Atting ließ die Antwort der Gegner nicht lange auf sich warten. Gerade einmal 75 Sekunden hielt die Führung, dann glich Häfele zum 1:1 aus. Doch die Barracudas spielten weiter konzentriert und kamen zu Chancen. In der 29. Minuten hatten Kerpen dann allerdings Glück. Die Schiedsrichter verweigerten die Anerkennung eines vermeintlichen Tores von Heilbronn. Aufgrund der Proteste erhielten die Dragons eine 2 Minutenstrafe. Schmalen nutze die Überzahl zum erneuten Führungstreffer. Zwei Minuten vor Drittelende hatte Berens noch die Chance auf 3:1 zu erhöhen. Er stürmte allein er auf das Heilbronner Tor zu und fand allerdings in Goalie Beil seinen Meister. So ging es mit einer 2:1 Führung für Kerpen in die letzte Drittelpause.
Coach Sauer warnte seine Spieler vor den letzten 20 Minuten: "Die werden jetzt noch mal Vollgas gehen, da müssen wir weiter gegenhalten." Sauer sollte recht behalten. Nach 5 Minuten glich Heilbronn aus. Kurios nur wie der 2:2 Ausglich zu Stande kam. Andreas Grau feuerte einen Schlagschuss ab, der zwar am Tor vorbei ging, jedoch von der Bande zurück gegen den Inliner von Goalie Schmidt prallte und von da ins Tor kullerte. Doch Kerpen zeigte sich keineswegs geschockt. Zwei Minuten später vollendete Körfgen einen herrlichen Alleingang mit einem schönen Handgelenksschuss in den rechten Winkel. Als Seybold dann auch noch in der 53 Minute das 4:2 markierte roch es in der Halle nach einer Überraschung. Doch es kam leider anders. Matchwinner auf Seiten der Heilbronner sollte in den nächsten Minuten Michael Häfele werden. In Minute 54 stellte Häfele mit seinem zweiten Tor an diesem Nachmittag den Anschluss her. Zwei Minute später nutzte Heilbronn eine Überzahlsituation zum Ausgleich. Der Torschütze lautete erneut: Michael Häfele. Zwei Minuten vor Ende flutscht der Ball dann durch die Hosenträger von Schmidt zum 5:4 für Heilbronn. Für einen fünften Feldspieler verlässt Schmidt für die restlichen Sekunden seinen Platz. Doch nach zwei vergebenen Chancen netzten die Heilbronner ins leere Tor zum 6:4 Endstand ein.
Damit verabschiedet sich Marco Schmidt ohne Sieg von den Barracudas. Zwar konnte sich der 20jährige mit einigen starken Paraden auszeichnen, doch ein Sieg blieb ihm im Barracudastrikot vergönnt. Nächste Woche beendet er seinen Zivildienst in Köln und kehrt dann zum Ligakonkurrent Kollnau zurück. Für seine Ex-Kollegen heißt es jetzt erst einmal drei Wochen Pause, ehe es zum schweren Doppelwochenende nach Deggendorf bzw. Bernhardswald geht. In Bayern muss die Niederlagenserie reißen. Voraussetzung dafür ist, dass es den Kerpener gelingt, 60 Minuten konzentriert zu arbeiten und bis zuletzt die nötige Cleverness an den Tag zu legen. Wäre dies den Kolpingstädter gegen Heilbronn gelungen, dann wäre die Überraschung perfekt gewesen. Es fehlten lediglich vier Minuten.
[Erik Sauer]
Der Negativtrend soll gestoppt werden
Nach drei Niederlagen in Serie wollen die Kerpen Barracudas in der 2.
Bundesliga Süd ausgerechnet durch einen Erfolg am Sonntag (15 Uhr) gegen
Erstligaabsteiger Heilbronn Dragons wieder zurück in die Erfolgsspur. Es gibt
sicherlich einfachere Aufgaben in der 2. Bundesliga Süd, um wieder auf die
Siegerstraße zu kommen, jedoch gehören die Barracudas seit Jahren zu den
heimstärksten Teams in der 2. Bundesliga. Hoffnung macht außerdem die
Tatsache, dass Ersatz-Headcoach Erik Sauer wieder nahezu aus dem Vollen
schöpfen kann. Musste der Coach bei der Niederlage in Atting noch auf einige
Schlüsselspieler verzichten, fehlt aus privaten Gründen am Sonntag nur Tommy
Reinhart, Pascal Fontes, Mark Keller und der Langzeitverletzte Matthias Olejarz.
Mit drei kompletten Reihen kann Sauer planen, dazu wird er wieder
Juniorenspieler Brian Nagel einsetzten. "Er hat sich diesen Einsatz einfach
verdient. Außerdem ist es auch ein kleines Dankeschön. Schließlich ist es
nicht selbstverständlich, dass er an einem Feiertag um halb drei aufsteht und
den ganzen Tag im Bus sitzt, um uns auszuhelfen," so Trainer Erik Sauer.
Trotzdem wird Kerpen als krasser Außenseiter in diese Partie gehen. Schließlich haben die Heilbronner von ihren fünf Begegnungen vier deutlich für sich entscheiden können und haben jahrelang in der ersten Liga gespielt. Außerdem verfügen die Dragons über einige hervorragende Einzelspieler. Ein Schlüssel zum Erfolg wird sicherlich sein, ob man Michael Häfele oder Alexander Weiss aus dem Spiel nehmen kann. Beide sind allein für über 20 Tore der Dragons verantwortlich. Sollte es den Barracudas gelingen, die Kreise der Beiden einzugrenzen, könnte eine Überraschung möglich sein. Was für ein schwerer Brocken am Sonntag auf die Kolpingstädter warten, sieht man auch an dem Ergebnis vom Vatertag. Die Dragons empfingen die Bonn Thunder und bezwangen sie mit 17: 3. Allein im letzten Drittel erzielten die Heilbronner 12 Tore. Bereits das Hinspiel in Bonn hatte Heilbronn 19: 2 für sich entschieden. Gegen diese Mannschaft heißt es 60 Minuten konzentriert arbeiten und 100 Prozent Einsatz zeigen, sonst droht die nächste zweistellige Niederlage gegen eines der Topteams der Liga. Auch wenn Heilbronn bereits am Samstag ein Spiel in Velbert bestreitet, werden die Jungs von Trainer Stefan Gehring sicherlich Vollgas geben. Schließlich wollen die Dragons im nächsten Jahr wieder in der Königsklasse spielen.
Zum letzten Mal für die Barracudas auflaufen wird Torhüter Marco Schmidt. Er wird nach beendeten Zivildienst zurück nach Kollnau gehen. Seine Bilanz für die Barracudas fällt im Moment allerdings negativ aus. Bei seinen zwei Einsätzen von Beginn gingen die Barracudas jeweils als Verlierer vom Feld. Vielleicht kann er sich durch eine starke Leistung in seinem letzten Spiel mit einem Sieg aus Kerpen verabschieden. Zu wünschen wäre es ihm.
Die Frage ist, wie gut haben die Barracudas die drei Niederlage in den
letzten sieben Tagen verkraftet? In Hinblick auf den kommenden schweren Aufgaben
würde ein Punkt oder sogar ein Sieg gegen Heilbronn die Situation der Kerpener
um einiges entspannen. Es zeichnet sich immer deutlicher ab, dass vier
Mannschaften um die zwei Aufstiegsplätze kämpfen werden und die restlichen
Mannschaften gegen den Abstieg. Die Kerpen Barracudas gehörten leider zur der
zweiten Gruppe.
[Erik Sauer]
Starke Wölfe zerlegen dezimierte Barracudas
Mit einer deutlichen 4-13 Niederlage gegen die Wölfe aus Atting ist der Vatertagsausflug nach Bayern für die Barracudas geendet. Die Vorzeichen für die Partie hätten allerdings auch nicht schlechter sein können. Gleich vier Stammkräfte mussten ihre Teilnahme absagen. Dazu fehlte auch Headcoach Veit Szpak. Er weilt im Moment im Urlaub in Kanada. Aufgrund der angespannten Personallage hatte Co-Trainer Sauer zum zweiten Mal in dieser Saison Brian Nagel von den Junioren ins Team berufen.
Trotz der schlechten Vorzeichen begann das Spiel perfekt für die Kerpener. In der zweiten Spielminute setzte sich Fontes eindrucksvoll gegen zwei Gegenspieler durch und vollendete zum 1-0 für die Kolpingstädter. Allerdings konnten die Barracudas nur in den ersten fünf Minuten richtig mithalten, danach legte Atting los und überrannte förmlich den SSK. Nach 5.30 Minuten erzielte Hillmeier den Ausgleich, ehe Wolf durch einen Doppelschlag innerhalb von 30 Sekunden in der 9. bzw. 10. Minuten die Attinnger in Front brachte. Immer wieder bereiteten die schnellen Vorstöße der Wölfe der Defensive der Kolpingstädter große Probleme. Gegen diese laufstarken Attinger fand der SSK einfach kein Mittel. So erhöhte das Team aus Bayern bis zum Ende des 1. Drittels noch auf 6:1.
Im zweiten Drittel nahezu der gleiche Verlauf. Zuerst trifft Kerpen in der 26. Minute in Überzahl durch Nagel. Nahezu im Gegenzug zieht Atting durch einen weiteren Doppelschlag mit 8:2 davon. Für Goalie Basti Giesen war damit der Arbeitstag vorbei. Er räumte angefressen seinen Platz für Marco Schmidt. In der Folge nahm Atting das Tempo etwas heraus, trotzdem dominierten sie weiter die Partie. Kerpen erspielte sich zwar vereinzelt Chancen, jedoch konnten sie diese nicht in Tore ummünzen. In der 38. Minute musste dann auch Schmidt zum ersten Mal hinter sich greifen. Mit 9:2 für Atting ging es dann in die zweite Pause.
Auch im dritten Drittel war der Torhunger der Wölfe noch nicht gestillt. Nachdem Fontes in der 47. Minute das dritte Tor für Kerpen erzielt hatte, antworteten die Attinger zum dritten Mal an diesem Nachmittag mit einem Doppelschlag. In Minute 57. Minute markierte Seybold auf Zuspiel von Kapitän Bundt dann noch den vierten Treffen für Kerpen. Allerdings fiel die Antwort der Attinger in bekannter Form aus: Zwei Tore innerhalb von 30 Sekunden.
Es bleibt festzuhalten, dass Kerpen auch in der Höhe verdient verloren hat. Selbst mit einem kompletten Kader hätten die Kolpingstädter auf Grund der Laufstärke und der Größe des Platzes große Probleme bekommen. Allerdings hat Sauer nach dem Spiel auch positive Worte gefunden, "bis auf Mirko Bundt bestand die Abwehr heute aus einem16-jährigen und zwei 18-jährigen. Auch wenn das merkwürdig klingen mag, ich bin stolz auf die Jungs. In dieser bestechenden Form wird zu Hause höchstens Deggendorf Atting Probleme bereiten können, da sie ebenfalls in einem Eisstadion spielen. Aber ansonsten wird Atting hier keinen Punkt mehr abgeben. Auch wenn wir heute hier deutlich verloren haben, allein für die schöne Halle (Anm. d. Red.: Atting spielt im DEL Stadion von Straubing) bin ich gerne um halb drei aufgestanden," so ein verschmitz lächelnder Sauer nach dem Spiel. Am Sonntag um 15 Uhr wartet bereits die nächste schwere Aufgabe auf die Mannschaft. Dann zu Gast in der Halle am Schulzentrum in Kerpen-Sindorf ist der Erstligaabsteiger Heilbronn Dragons.
[Erik Sauer]
Raubfische zu Gast bei Wölfen
Der SSK Kerpen bestreitet sein drittes Auswärtsspiel infolge beim
Überraschungsteam aus Atting
Als krasser Außenseiter treten die Kerpen Barracudas am Vatertag beim Überraschungsteam der Saison, den Attinger Wölfen, an. Spätestens seit ihrem sensationellen 7:6 Erfolg über die Dragons Heilbronn und den damit verbundenen dritten Tabellenplatz haben die Wölfe ihre Qualitäten unter Beweis gestellt. Qualitäten, die für Kenner der zweiten Liga gar nicht so überraschend sind, wie sie auf den ersten Blick erscheinen. Bereits im vergangenen Jahr ließ der IHC spielerische Klasse erkennen, aber ihre kleine Halle in Rain war einem vernünftigen Hockeyspiel nicht zuträglich. Dieses Jahr spielen die Wölfe in der Eishalle in Straubing und prompt avanciert Atting zu einer Spitzenmannschaft. Dazu hat man sich mit Spielern wie Matthias Rothhammer adäquat verstärkt.
Aber nicht nur aufgrund der starken Leistungen ist Atting klarer Favorit. Kerpen muss mit einer Rumpftruppe die Reise in den Süden antreten. Aufgrund des ungünstigen Termins fallen viele Spieler arbeitsbedingt aus. Namentlich sind dies Jens Schipplock, Rafael Rutkowski, Marc Keller, Sandro Kerrutt, Thomas Reinhart und Thomas Schmalen. Viele wichtige Akteure die Trainer Erik Sauer, der auch auf seinen Spannmann Veit Szpak verzichten muss, fehlen werden. Trotzdem ist nicht alle Hoffnung für Kerpen dahin. Immerhin reiste man vergangene Saison auch nur mit einer Rumpftruppe nach Atting und Bernhardswald. Am Ende schaffte Kerpen ein 7:7 bei den Wölfen und ein überragendes 4:3 beim TSV. Durch die Notsituation ist eine Art "Jetzt erst recht" Einstellung entstanden. Gelingt ein solcher Schub erneut, ist auch eine schwierige Aufgabe wie die Partie und Straubing lösbar.
Barracudas donnern Thunder aus der Halle
Der SSK Kerpen siegt verdient mit 9:5 gegen Fortuna Bonn
Vor drei schwierigen Auswärtspartien war ein Sieg im Derby Pflicht für den SSK. Aber auch Bonn Thunder musste langsam zu Punkten kommen, wenn die Fortuna nicht zu früh im Abstiegskampf feststecken möchte. Dementsprechend ernst nahmen beide Teams die Begegnung am vergangenen Sonntag im Schulzentrum Horrem/Sindorf.
Die Gäste aus der ehemaligen Bundeshauptstadt konnten hierfür überraschend
auf ihren Kapitän und Topscorer Tim Dorneth zurückgreifen. Der Torjäger
konnte bis dato noch nicht ins Geschehen eingreifen, weil er an einer
Bandscheibenverletzung litt. Auch der ehemalige Barracuda Torsten Alzinger stand
trotz eines angeschlagenen Knies zwischen den Pfosten der Gäste.
Ihm gegenüber stand Basti Giesen, der den Vorzug vor U23 Nationaltorhüter
Marco Schmidt erhielt. Im Feld konnte Trainer Veit Szpak auf seinen vollen Kader
zurückgreifen. Umso überraschender war der Einsatz von Juniorenspieler Brian
Nagel. Das Talent wurde für Trainingeifer und starke Leistungen bei den
Junioren belohnt.
Von Beginn an entwickelte sich ein interessantes Spiel mit zwei Teams auf Augenhöhe. Auch wenn die Barracudas mehr Chancen erspielten, konnte Thunder das Spiel im ersten Drittel recht offen gestalten. Allerdings brachten sich die Gäste durch Strafzeiten ins Hintertreffen. So gelang Rafael Rutkowski nach Querpass von Christian Miltz das 1:0 bei Überzahl für Kerpen in der siebten Minute. Nach acht gespielten Minuten krönte Nagel sein Debüt mit einem schönen Pass auf Pascal Fontes, welcher seinen eigenen Nachschuss zum 2:0 verwertete. Doch Bonn blieb immer durch Konter gefährlich. So hebelte Nicolas Rütten mit einem langen Pass die Defensive der Hausherren aus und schickte Tobias Mann zum 2:1 Anschlusstreffer in der elften Minute. Danach entwickelte sich ein schnelles Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Nur Tore sollten bis zur Pause keine mehr fallen.
Im zweiten Drittel gewann Kerpen immer mehr Überlegenheit. Bereits nach 29 Sekunden konnte Felix Seybold das 3:1 erzielen und der SSK machte gewaltigen Druck. In der 26. Minute folgte das 4:1 durch Miltz nach Pass von Seybold. Vier Minuten später ein Lebenszeichen der Gäste. Rütten mit dem Anschluss nach schöner Einzelleistung. Trotzdem hatte man bereits zu diesem Zeitpunkt nicht mehr das Gefühl, dass der Bonner Donner noch einmal ran kommt. Die Entscheidung sollte kurz danach durch einen Doppelschlag von Fontes folgen. Zunächst vollendete der Torjäger eine Kombination im Powerplay zum 5:2. Nur eine Minute später ließen er und Thomas Schmalen die Gäste mit einem traumhaften Konter bei eigener Unterzahl ganz alt aussehen, 6:2. Das 6:3 durch Tobias Nuth noch in der gleichen Überzahl für Bonn bedeutete gleichzeitig den Pausenstand.
Im letzten Drittel gab es dann ein Comeback der besonderen Art. Nach über zwei Jahren Sperre kam Sandro Kerrutt wieder zu einem Einsatz für den SSK. Er kam für den bärenstarken Brian Nagel. Und Kerrutt zeigte direkt wofür ihn die Barracudas zurückgeholt haben. Nach nur 54 Sekunden machte er mit seinem ersten Schuss sein erstes Tor für Kerpen. Mit einer Bogenlampe von knapp vor der Mittellinie überwand er den, für Alzinger gekommenen, Oliver Schlömer in den rechten Winkel des Gästegehäuses. Doch Bonn gab sich nach wie vor nicht auf und kämpfte weiter. Allerdings ließen die Barracudas dem 7:4 Anschlusstreffer durch Dorneth in der 47. Minute, direkt das 8:4 durch Miltz nur eine Minute später folgen. Spätestens in der 54. Minute beseitigte Seybold durch das 9:4 die letzten Zweifel über den Ausgang dieser Partie. Das 9:5 durch Dorneth wenige Sekunden vor Schluss war nur noch Ergebniskosmetik.
Damit haben die Barracudas das Pflichtziel aus den ersten vier Partien erreicht. Mit sechs Punkten aus vier Spielen kann das Team mit Selbstvertrauen auf die schweren Auswärtstouren der nächsten Wochen fahren.
Derbystimmung bei den Barracudas
Am Sonntag ist der Lokalrivale von Bonn Thunder zu Gast in
Kerpen
Einige alte Bekannte treffen da am Sonntag um 15 Uhr im Schulzentrum Horrem/Sindorf aufeinander. Beide Teams kennen sich gut und haben schon einige enge Spiele in den letzten Jahren ausgespielt. Vor allem für Torsten Alzinger wird es ein besonderes Spiel sein. Der neue Torhüter der Fortuna stand bis letztes Jahr noch zwischen den Pfosten des SSK. Dementsprechend motiviert wird der Keeper in die Partie gehen. Aber auch die Barracudas haben sich fest vorgenommen gegen den Bonner Donner das Spielfeld als Sieger zu verlassen.
Hierfür stehen den SSK-Trainern Veit Szpak und Erik Sauer der komplette Kader zur Verfügung. Auch Thomas Reinhart und Sandro Kerrutt sind wieder voll im Training integriert. Damit haben die Verantwortlichen die Qual der Wahl.
Ein Problem, dass man in Bonn gerne hätte. Zwar hat sich hier die personelle Lage wieder entspannt, aber trotzdem fehlen mit Spielern wie Tim Dorneth und Sebastian Schmidt immer noch wichtige Akteure. Der Saisonstart verlief eher holprig für die Fortuna. Nach zwei Auftaktniederlagen gegen die Spitzenteams aus Heilbronn und Deggendorf konnte Bonn ein Unentschieden gegen Kollnau und einen Sieg gegen Winnenden einfahren. In jedem Fall ist eine Leistungssteigerung bei Thunder zu erkennen.
In den letzten Jahren boten sich beide Teams immer spannende Spiele. In Kerpen konnten die Barracudas 2008 einen knappen 4:3 Sieg verbuchen, während in Bonn die Fortuna mit 3:2 die Nase vorne hatte. Daher ist auch diesmal mit einem engen Spiel mit Derbycharakter zu rechnen.