Unsere Narzissen-Wanderung am 15. April 2006

Unsere Wandergruppe an jenem Tage bestand aus 23 Teilnehmern . Wir machten uns morgens bei trockenem und zum Teil sonnigen Wetter auf zum Hollerather Knie, wo wir Reste des Westwalls , des letzten Bollwerks im 2. Weltkrieg gegen die heranrückenden Amerikaner, zu sehen bekamen. Diese "Drachenzahn"-Linie läßt heute als wertvolles Biotop Pflanzen und Tiere gedeihen, die teilweise fast aus der Natur verschwunden sind. Von den Narzissen, die wir anschließend auf einer großen Narzissenwiese im Olef-Tal gern in großer Zahl gesehen hätten, war aufgrund des überlangen Winters und der Kälte nur vereinzelt etwas zu sehen. Die Länge des diesjährigen Winters und die Konsequenz für die Natur war bei der Planung der Wanderung allerdings nicht abzusehen. Die Schönheit rechtfertigt jedoch allemal eine Wanderung durch das Olef-Tal .

Wir machten anschließend einen Abstecher nach Simonskall in den einzigen noch erhaltenen Sanitätsbunker im Nordteil des 640 km langen Westwalls zur Versorgung verwundeter Soldaten unter anschaulich erbärmlichen Umständen. Hier führt auch ein "Weg des Gedenkens" durch das Kall -Tal und später hinauf nach Vossenack, wo das durchaus interessante Westwall - Museum einen eigenen Besuch wert ist. Gestärkt haben wir uns abschließend im Cafe Kern bei Kaffee und Kuchen oder auch Deftigerem, bevor dann die Heimfahrt individuell angetreten wurde.

Helmut Grotehusmann 11.05.2006

 

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