Telefonzellen-Jiu-Jitsu - Sport+Schwimmverein Kolpingstadt Kerpen

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Telefonzellen-Jiu-Jitsu

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Lehrgang „Telefonzellen-Jiu-Jitsu“
Vereinzelt sieht man sie noch: Telefonzellen, eine aussterbende Spezies. „Telefonzellen-Jiu-Jitsu“ jedoch ist und bleibt aktuell. Darunter versteht man nichts anderes als Selbstverteidigung auf engstem Raum. Das kann ein Fahrstuhl sein, ein Auto, Bus, Straßenbahn, etc. oder auch eine Menschenmenge. Zu diesem Thema trafen sich Jiu-Jitsuka aus ganz NRW zu einem Lehrgang in Kerpen. Jiu-Jitsu ist eine traditionelle japanische Kampfsportart die ihren Ursprung in den waffenlosen Nahkampftechniken der Samurai hat und sich seitdem permanent weiterentwickelt. Trainiert wird die Abwehr verschiedenster Angriffe, angefangen von einfachen Grenzverletzung bis zu gefährlichen Attacken. Daraus ergibt sich ein sehr abwechslungsreiches System unterschiedlichster Techniken das, obwohl es keine Wettkämpfe gibt, nie langweilig wird. Lehrgänge wie der „Telefonzellen“-Lehrgang, sind neben dem wöchentlichen Training willkommene Gelegenheit, sich auf einzelne Schwerpunkte dieses vielseitigen Selbstverteidigungssystems zu konzentrieren. Der Referent Knut Stricker aus Düren, Träger des 3. Dan, startete mit einem Überblick der Angriffsarten, die auf engem Raum überhaupt vorkommen. So muss man zwar mit Schlägen aus kürzester Distanz rechnen, in erster Linie jedoch mit sog. Kontakt-Angriffen. Das sind Umklammerung und Greifen der Handgelenke, der Kleidung oder auch der Griff in die Haare. Die anschließende Aufwärmung fand dann zur praktischen Einstimmung auf das Thema bereits in drangvoller Enge statt. Auch im anschließenden Technikteil wurde immer wieder die Bewegungsfreiheit der Teilnehmer eingeschränkt. Für die Sportler, die quasi „Laborbedingungen“ auf der Judo-Matte gewohnt sind, bedeutet das eine neue Herausforderung. Mal stand der Verteidiger buchstäblich mit dem Rücken zur Wand, mal wurde er in die Ecke gedrängt oder der Platz war anderweitig eingeschränkt. Das Besondere an diesem Lehrgang war aber nicht nur der beengte Platz. Alle Abwehren wurden mit sog. Nervendrucktechniken kombiniert. Wer sich schon mal den Ellbogen angestoßen hat, hat eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wie Nervendrucktechniken wirken können. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass sich auch die mit 10 Jahren jüngste Teilnehmerin sehr effektiv gegen Erwachsene zur Wehr setzen konnte. Allerdings ist dazu eine hohe Präzision erforderlich. Die Punkte müssen genau und im richtigen Winkel getroffen werden, um Wirkung zu erzielen. Dies im Rahmen des normalen Trainings immer wieder zu üben, haben sich am Ende des Lehrgangs alle Teilnehmer auch fest vorgenommen. Die Kerpener Jiu-Jitsuka trainieren in der Halle 1 des Kerpener Gymnasiums, dienstags von 19:30 – 21:00, donnerstags von 19:00 – 20:30 und freitags von 17:30 – 18:00. Kinder ab 10 Jahre und Erwachsene trainieren gemeinsam. Wer Interesse hat, tiefer in die Selbstverteidigung einzusteigen, als es in einem Kurs möglich wäre, kann jederzeit gerne unangemeldet zum Probetraining vorbeikommen. Weitere Info bei Claudia Schröder Tel. 02273 - 52839

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